Wärmekosten-Kompass – Was kostet mich Heizen morgen?

Fernwärme, Wärmepumpe, Gas oder Öl – wie könnten sich die Heizkosten in den kommenden 25 Jahren entwickeln?
Mit dem Wärmekostenkompass Hamburg könnt ihr verschiedene Heizsysteme miteinander vergleichen und ausprobieren, wie sich unterschiedliche Annahmen auf die langfristigen Kosten auswirken.
Was kann der Wärmekostenkompass?
Der Wärmekostenkompass ist ein Online-Tool, das eine erste Orientierung zu den langfristigen Kosten verschiedener Heizsysteme bietet. Verglichen werden
- Wärmepumpe,
- Fernwärme,
- Erdgas
- und Heizöl
über einen Zeitraum von 25 Jahren.
Dabei geht es nicht nur um den heutigen Energiepreis. In die Szenarien fließen unter anderem Investitionskosten, laufende Energiekosten, CO₂-Kosten, Preissteigerungen und Förderprogramme ein. Für Mieter:innen kann außerdem eine mögliche Modernisierungsumlage berücksichtigt werden.
Das Spannende daran: Ihr könnt selbst Annahmen verändern und direkt sehen, wie sich dadurch die langfristige Kostenentwicklung verändert. Damit lässt sich zum Beispiel erkunden, unter welchen Bedingungen eine Wärmepumpe langfristig günstiger sein könnte oder wie sich steigende CO₂-Kosten auf fossile Heizsysteme auswirken.
Wichtig: Der Wärmekostenkompass ist keine individuelle Energieberatung und keine Wirtschaftlichkeitsberechnung für ein konkretes Gebäude. Er soll verschiedene Szenarien unter einheitlichen und nachvollziehbaren Annahmen vergleichbar machen und damit eine erste Orientierung ermöglichen. Die verwendeten Annahmen, Formeln und Quellen sind dokumentiert.
Wie ist der Wärmekostenkompass entstanden?
Der Wärmekostenkompass ist im Umfeld von future dialogues entstanden – einer von Students for Future Hamburg entwickelten Dialogreihe zu Klima, Transformation und gesellschaftlicher Zukunft.
Mit future dialogues wollen wir Fragen der Klimatransformation nicht nur allgemein diskutieren, sondern konkrete Kontroversen, Zielkonflikte und strategische Entscheidungen in den Mittelpunkt stellen. Der Anspruch ist, wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenzubringen und dabei besonders auch Fragen mit Bezug zu Hamburg und den Hochschulen aufzugreifen.
Den Auftakt bildete im Juli 2026 ein Dialogabend zum Thema „Fernwärme & Resilienz“. Ausgangspunkt war die Frage, ob der Ausbau von Fernwärme nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes, sondern auch hinsichtlich Versorgungssicherheit, gesellschaftlicher Resilienz, demokratischer Steuerung und sozialer Auswirkungen betrachtet werden muss.
Dabei spielt auch eine ganz praktische Frage eine wichtige Rolle: Was bedeutet die Wärmewende langfristig für die Menschen, die ihre Wohnung oder ihr Gebäude beheizen müssen?
Aus dieser Beschäftigung mit der Wärmewende entstand der Wärmekostenkompass als ergänzendes digitales Angebot. Er soll komplexe Kostenentwicklungen nachvollziehbarer machen und ermöglichen, unterschiedliche Zukunftsszenarien selbst zu erkunden.
Ob für die eigene Wohnung, als Einstieg in die Beschäftigung mit der Wärmewende oder für Schule, Studium und Lehre: Probiert unterschiedliche Szenarien aus und schaut, welche Faktoren die Heizkosten besonders stark beeinflussen.
Mehr zu future dialogues und den Hintergründen des Projekts gibt es auf future-dialogues.de.
Jetzt Heizkostentrend mit dem Wärmekostenkompass Hamburg vergleichen:

